Ein Leben am Limit- Ayrton Senna

In wenigen Monaten jährt sich der „Tag, an dem die Sonne vom Himmel fiel“ (Zitat Gerhard Berger) zum 24. Mal. An jenem 1.Mai 1994 verlor die Formel 1 nicht nur ihren wohl damals besten Fahrer, sondern auch die gesamte Motorsportwelt einen außerordentlichen Charakter. Ayrton Senna war nicht nur auf der Strecke eine charakteristische Persönlichkeit, die keinem Duell aus dem Weg ging – und sei es noch so grenzwertig, wie die zahllosen Duelle mit Alain Prost bewiesen. Auch in seinem Privatleben ging er zielstrebig seinen Weg und opferte dafür auch eine Ehe.

Dem Autor Tom Rubython ist es gelungen, auf gut 600 Seiten eine eindrucksvolle Biographie des unvergessenen Brasilianers zu erstellen. Minutiös schildert er den Weg Sennas über die unteren Motorsportklassen bis hinauf zum Olymp der Formel 1. Auch das Privatleben wird eingehend beleuchtet, wobei der Autor zuweilen – insbesondere wenn es um die amourösen Bekanntschaften Sennas geht – leicht ins Kitschige abdriftet. Natürlich wird dem tödlichen Unfall sowie dem nachfolgenden Prozeß gegen diverse Formel 1-Größen ausreichend Raum gegeben, ohne jedoch ein abschließendes Urteil zu fällen.

Durch das völlige Fehlen von Bildmaterial ist das Buch – besonders die Kapitel über die Unfallursache – nicht immer einfach zu lesen, sondern eher eine schwere und gehaltvolle Kost. Dennoch ist es ein hochinteressantes Werk, das viele bislang unbekannte Facetten von Ayrton Senna beleuchtet.

Tom Rubython, Ein Leben am Limit – Ayrton Senna, Verlag Delius Klasing

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